Pose Running - Erklärung

Vergleich Laufen - POSE Running:

Wenn Du Deine Lauftechnik umstellen möchtest findest Du auf unserer Seminarseite Termine und Inhalte zu unseren POSE Running Seminaren.

 

Was ist Laufen?

In der deutschsprachigen Literatur findet man hierzu im Wesentlichen folgende zentrale Aussagen:

  • Es gibt die vordere Stützphase (meist reduziert auf die Landung, d.h. wie komme ich mit dem Fuß auf > Vorderfuß .., Ferse usw.)

  • Die hintere Stützphase (beschreibt den sogenannten Abdruck bei gleichzeitigem Kniehub, mit dem Ziel, einen raumgreifenden Schritt zu setzen

  • Die Flugphase (die letztlich das Laufen vom Gehen unterscheidet)

Was ist Pose Running?

  • Die Pose : umfasst die Landung auf dem Fußballen direkt unter dem Körperschwerpunkt – Ballen / Hüfte und Schulter bilden dabei eine vertikal Linie / die Knie sind dabei leicht gebeugt                                                          > beschreibt also nicht nur die Landung des Fußes, sondern biomechanisch die gesamte Grundposition des Körpers

  • Dem Fall: im Gegenzug zum gängigen Abdrucklaufen konnte Dr. Romanov nachweisen (u.a.), dass dieser lediglich eine unnötige Vertikalbewegung nach dem Abdruck auslöst und weder die Waden- noch die Gesäßmuskulatur stärker als die Schwerkraft sind (für die Entwicklung einer Horizontalkraft) > demnach ist der Fallwinkel (d.h. die Neigung vom Körperschwerpunkt zur Rotationsaxe = Fußballen) für die Geschwindigkeit verantwortlich; ferner gibt es wissenschaftliche Erkenntnisse, dass es einen sog. Extensor´s Paradox gibt > d.h. die zentralen Extensionsmuskeln (Gluteus maximus als Hüftstrecker und Quadriceps als Kniestrecker) verhalten sich kurz nach der Landung ruhig  - Beispielvideo Asafa Powell (POSEtv)

  • Dem Pull: dem Ziehen der Ferse (aktiv mit den Kniebeugern) unter die Hüfte > für die erneute Landung benötige ich keine Muskelkraft > das Bein bzw. der Fuß landet mit Hilfe der Schwerkraft automatisch wieder unterm Körperschwerpunkt (vorausgesetzt ich traue mich zu fallen!)

Warum Pose Running?

1. Effizienzsteigerung durch Nutzung von naturgegebenen Gratiskräften

 Folgende Kräfte werden Euch bei entsprechender Technik von Natur aus geschenkt:

  • Die Hauptkraft ist die Gravitation, die zunächst als reine vertikale Kraft angesehen wurde..., aber jeder kann das Experiment wagen und sich im Stand nach vorne lehnen... (da lässt Newton grüßen...) stehen bleiben ist schwierig > der FALLWINKEL des Körperschwerpunktes ist das Geheimnis

  • Ferner wirken Bodenreaktionskräfte > Energie, die nach dem Fußaufsatz vom Boden zurückgegeben wird (wirkt sich jedoch bescheiden aufs Knie aus, wenn Ihr vor dem Körperschwerpunkt landet...)

  • Muskelelastizität ist eine weitere Kraft, die jedoch erst bei einer Mindestschrittfrequenz von 180 in der Minute zum Tragen kommen kann

  • Corioliskraft = eine physikalische Rotationskraft, die beim schnellen PULL entsteht

 Folgende weitere Kraft kommt hinzu (welche wahrscheinlich bei Dir bisher die größte Beachtung hatte)

  • Muskelkontraktion (eine Kraft die leider nicht gratis ist)

Hier wird deutlich wie viel Physik in der Laufbewegung steckt! Im Rahmen eines Seminars werden diese physikalischen Prämissen mit Hilfe von Wahrnehmungsübungen jedoch sehr schnell klar.

 

2. Verletzungsrisiko reduzieren

Warum sind seit Beginn der 70-iger Jahre (seit Einführung der gedämpften Laufschuhe) die laufbedingten Verletzungsraten exponential angestiegen (trotz verbesserter medizinischer Kenntnisse und therapeutischer Maßnahmen und toller Laufschuhentwicklung)? Bist Du oder einer Deiner Laufkollegen gerade verletzt bzw. warst in den vergangen 6-9 Monaten verletzt und hält dies für eine normale, wiederkehrende Selbstverständlichkeit bei Läufern? Wer kennt nicht Shin-splints - Patellaspitzensyndrom - Runners Knee - Achillessehnenprobleme usw.?

Diese Fragen stellte sich Dr. Romanov schon 1977 (noch zu Sowjetzeiten). Insbesondere nachdem ein Student ihm die interessante Frage stellte, ob es eigentlich ähnlich wie bei Karate oder Tennis auch beim Laufen eine universale Technik gäbe. Er wusste darauf keine Antwort, was ihn dazu veranlasste das Laufen zu erforschen. 

Aufgrund der Tatsache, dass das Laufen ein sogenannter Impactsport darstellt, treten bei nicht ausreichender Technik häufig Verletzungen auf. Bei jedem Fußaufsatz wirkt beim Laufen das Dreifache des Körpergewichts auf die Gelenke ein. Beim Sprinten gar das Fünffache! Die Hauptprobleme sind sogenannte Bremskräfte, die bei Landungen (egal ob Ferse oder Vorfuß) vor dem Körperschwerpunkt entstehen. Dr. Romanov konnte in einer wissenschaftlichen Studie mit Dr.Timothy Noakes (2004) beweisen, dass Pose Running zu einer Gelenkentlastung (insbesondere Kniegelenk) von 50% führt.

 

Wie Ihr seht, ist das Laufen doch nicht so einfach, wie viele vielleicht annehmen. Es ist jedem gegeben sich laufend von A nach B zu bewegen! Sobald jedoch Beschwerden auftreten drängt sich die Frage nach dem WARUM auf?

Jeder kann diese Technik lernen, da wir in früher Kindheit alle so gelaufen sind! Beobachtet mal 5/6 jährige beim schnellen Laufen (ggf. Barfuß) und ihr werdet eine perfekte Pose Technik sehen. Leider verlieren wir dieses Grundmuster im Laufe des Lebens (mit Wahrnehmungsausnahmen wie Asafa Powell oder Usain Bolt)! Da wir dieses Bewegungsmuster alle in uns tragen, müssen wir es einfach wieder reaktivieren! Aus der Neurowissenschaft wissen wir, dass wir eine Bewegung ca. 10.000 Mal wiederholen müssen, um eine „Umprogrammierung“ zu erreichen. Demnach brauchen alle, die sich für diesen Weg entscheiden Geduld. Die Umstellung benötigt je nach Trainingseifer 4-6 Monate! Pose Running ist kein Trend oder kein subjektiver Stil, sondern eine biomechanisch untersuchte Gesetzmäßigkeit.

Danke denjenigen, die sich diesem kurzen wissenschaftlichen Abriss unterzogen haben! Für diejenigen, die mehr davon wollen:

Wir bieten auch Einsteigerseminare zur Einführung  in die POSE METHOD® an mit unserem lizenzierten POSE METHOD®-Trainer Michael Ender.

 

Näheres zum Überbegriff POSE-TECH® findest Du hier:

 

Mastertrainer Wieland Heiser (POSE TECH® Deutschland)

Original POSE-TECH® Seite

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